Der dreizehnte Tag auf Madeira

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06.10.2018

Ein wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein bei 31 Grad Celsius, konnten heute nur eins bedeuten.

Richtig. Auto waschen. Da wir ein Auto gemietet und dieses in einem sauberen Zustand erhalten haben, möchten wir es so dreckig wie es nach fast zwei Wochen nun einmal geworden ist, ungern morgen bei unserem madeiranischen Autoverleiher zurück geben. Deswegen sind wir, nachdem wir schon einmal angefangen hatten unsere Koffer zu packen, nach Funchal in eine Autowaschanlage gefahren. Wir sind davon ausgegangen, dass das wie in Deutschland funktioniert. Staubsauger anwerfen, Auto aussaugen, danach durch die Waschanlage fahren und ab dafür. In Funchal ist das etwas anders.

Der junge Mann von der Fahrzeugreinungsanlage fragte uns:

Out- and inside car wash?

Wir:

What?

Er meinte Außen- und Innenreinigung. Wir dachten schon.

Er:

Price 13 Euro, in one hour is finish.

Ah ja und nix selber:

You take the car clean self in einer hour?

Er:

Oh yes, no Problem.

Das fanden wir richtig gut. Einmal den Fahrzeugschlüssel abgeben, in einer Stunde wieder kommen und ein sauberes Auto mitnehmen. Und wie sauber. Der Mietwagen glänzte, wie eine mit Sonnenmilch Faktor 135 eingecremte chinesische Sonnenlichtallergikerin. Und das außen, als auch innen. Alles blitzeblank und gerochen hat das Auto. Ein olfaktorischer Hochgenuss. Wäre ich Gebrauchtwagenhändler, das wäre mein Mann. Bei so einer Glanzleistung und dem niedrigen Preis, haben wir dem jungen Mann selbstverständlich etwas Geld zum Trinken da gelassen.

Wir fühlten uns so gut, wie das Auto jetzt aussah und waren bereit, unseren vorletzten Urlaubstag noch einmal am Strand von Seixal zu verbringen.

Badestrand von Seixal

Wir fuhren mit dem Mietwagen nach Seixal, wo wir badeten was das Atlantikwasser her gab. Erst im Naturschwimmbecken und dann abschließend in den Wellen des metallic-grau-schwarzen Badestrandes, in der unserer Meinung nach schönsten Badebucht Madeiras.

Badebucht Seixal
Etwas wehmütig, ob der bevorstehenden Heimreise, genossen wir die letzten Sonnenstrahlen welche über die hohen Berge der steilen Küste empor lugten. Dann packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren mit unserem Mietwagen schweren Herzens nach Hause in unser Ferienhaus. Danach saßen wir ein letztes Mal auf einer unserer drei Terrassen und nahmen bei Wasser und lecker Bier unser Abendessen ein. Mal sehen, was der letzte Tag auf Madeira bringt.

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