Der dritte Tag auf Madeira

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26.09.2018

Der heutige Tag stand ganz unter dem Motto:

Nehmt euch nichts vor, es kommt eh anders!

Geplant war eigentlich, dass wir heute nichts tun, bzw. aktiv am Wasser liegen und ab und zu selbiges besuchen. Doch leider spielte heute das Wetter nicht mit. Dunkle Wolken hüllten die Insel ein und bei ca. 21 Grad kamen wir auf die glorreiche Idee, bei Google Maps hoch oben in den Bergen (über den Wolken), nach einem kleinen Bergsee zu suchen und wir waren sogar der Meinung etwas gefunden zu haben. Bei genauer Betrachtung, stellte sich der vermeintliche Bergsee leider als ausgetrocknetes Flussbett heraus.

Egal, so fuhren wir mit unserem Mietwagen nach dem Frühstück in die Hochebene Paul da Serra. Auf über 1500 Höhenmetern weites, flaches Land, strahlender Sonnenschein und eine Nonnenstatur, welche sich etwas abgelegen befand.

Nossa Senhora da Serra

Laut madeirischer Informationsbroschüre, sollen von dieser Statue spirituelle Energien ausgehen. Wir müssen aber ehrlich zugeben, dass wir diese Energien nicht gespürt haben. Wer weiß, vielleicht war die Statue auch kaputt und musste repariert werden. Was wir dagegen gespürt haben, war das Gefühl endlich aktiv zu chillen. Einfach ein ruhiges, schattig-sonniges Plätzchen und ab dafür. Wir begaben uns auf die Suche und wanderten (mal wieder) zu einem nahe gelegenen Waldstück, welches sich allerdings als schwer zugänglich erwies. Da meine Frau und ich spontane Menschen sind und wir uns von solchen Problemen nicht unterkriegen lassen, kehrten wir spontan zu dieser Nonnenstatur zurück, setzten uns angelehnt an selbige, abwechselnd auf die Sonnen- oder Schattenscheite. Es war endlich chillen angesagt.

Mit dem trügerischen Gefühl der über der geschlossenen Wolkendecke über der Insel Madeira scheinenden Sonne, schaute ich nochmal bei Google Maps, ob sich vielleicht nicht doch noch ein kleiner Bergsee zum Baden finden ließe. Und zu unserer Überraschung, tatsächlich, es gab ihn. Also ab zum Mietwagen und über Berg-Serpentinen einmal lang hin. Doch die Fahrt endete mit einer Enttäuschung, weil sich der kleine Bergsee als Steinbruch mit etwas Wasser (auf dem Foto nicht sichtbar) und einem großen Zaun drumherum entpuppte.

Auch gut. So haben wir mal einen Steinbruch in den Bergen von Madeira von oben gesehen. Erlebt man ja auch nicht alle Tage.

Dennoch, was nun? Durch das positive Gefühl der strahlenden Sonne, kamen wir nun auf die Idee, dass wir vielleicht doch noch baden könnten. Aber wo? Schnipp und Nase reib – Porto Moniz – dieses Naturfreibad von gestern – richtig – da war doch was.

Wir kommen wieder!

Ja, warum nicht direkt einen Tag später? Ab in den Mietwagen und los. Hm, aber dafür mussten wir ja wieder durch die Wolkendecke fahren. Und plötzlich schien keine Sonne mehr und die Außentemperatur wechselte von 32 Grad in Richtung 20 Grad. Das war es mit baden. Aber kein Problem. Fahren wir halt mit dem Mietwagen einfach weiter die Küste entlang und genießen dabei Land, Leute und den Ozean. Es macht wirklich Spaß mit dem Auto, trotz der vielen Tunnel, an der Küste entlang zu fahren. Vielleicht werde ich ja eines Tages noch Fernfahrer auf Madeira. Der Vorteil wäre hier eindeutig, dass ich trotz Fernverkehr, dennoch jeden Tag zu Hause wäre.

Kurz bevor wir wieder rechts nach Hause abbiegen wollten, entdeckte meine Frau ein Schild auf dem stand, dass es links zu einer Vulkan Grotte geht. Und wie gesagt, spontane Menschen und so, so haben wir diese Vulkan Grotte mal eben so besucht.

Angeblich soll hier drin mal heiße Lava geflossen sein. Zumindest sah sie ganz gut aus. Diese Grotte ist ca. 1000 Meter lang und liegt ca. 40 Meter tief. Allerdings tropfte es an manchen Stellen von oben, so dass man sich vor kam, durch eine defekte Dusche zu laufen. Wenn ich es richtig verstanden habe, so soll das Wasser eine positive Wirkung auf die sich im Wasser befindlichen Weinkisten haben. Vielleicht knallt der Alkohol dadurch ja noch mehr im humanoiden Blutkreislauf. Wer weiß das schon, ich spreche und verstehe ja kein portugiesisch.

Nach der Grotte ging es zurück zu unserem Ferienhaus. Es gab lecker Abendbrot und Wein auf der Terrasse und einen Plan für den nächsten Tag. Mal schauen, was der vierte Tag auf Madeira bringt.

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