Der zweite Tag auf Madeira

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25.09.2018

Zum Frühstück gab es Kaffee, aber was für einen. Intense nennt das der hiesige portugiesische Madeirianer. Junge, Junge – der Kaffee war so stark, mit dem hätte man auch Gewichte stemmen können. Nun denn, unsere Herzen kamen dadurch in Wallung und freuten sich auf einen Tag, an dem wir uns einfach nur treiben lassen wollten. Nicht mit dem Boot über den nahegelegenen Atlantik, nein nein, sondern mit unserem Mietwagen über die Insel hinweg und an der Küste entlang.

Doch bevor es los ging, fuhren wir noch schnell in einen ca. 25 km entfernten Supermarkt. Pingo Doce sein Name. Meine Frau findet diesen Supermarkt einfach toll. Wir kennen diese Supermarktkette aus unseren anderen Portugalurlauben. Ja und da hat meine Frau vollkommen recht, dieser Supermarkt ist wirklich schön und da gibt es Dinge des täglichen Bedarfs, welche so manch anderer Supermarkt nicht zu bieten hat. Kekse und süße Backwaren zum Beispiel.

Nachdem das erledigt war ging es los. Einmal die westliche Küste entlang. Da wo es uns gefällt, wollten wir anhalten und genießen. Dadurch, dass auf Madeira sehr oft direkt an der Küste hohe Berge beginnen, fährt man mit dem Auto durch sehr viele Tunnel, die durch diese Berge hindurch führen. Also bautechnisch ist das echt eine Leistung, aber gut, die Berge abzubauen und die Insel flach zu gestalten, nur um aus dem Auto stets eine freie Rundumsicht zu haben, wäre, glaube ich, weitaus aufwendiger gewesen.

Irgendwann hörten diese Tunnel auf und es ging weiter über Serpentinen durch eine durch und durch grüne Landschaft. Ab und zu gab es mal Häuser zu sehen, ansonsten nur Kurven, viele Bäume, Blumen und immer mal wieder linksseitig den Atlantik. Irgendwann bogen wir einfach mal rechts von der Straße ab. Es ging nach oben, immer weiter, immer höher, mitten in die Wolken hinein.

Wir ließen unseren Mietwagen stehen, nahmen unsere Füße in die Hand und liefen einfach los. Wir wanderten über schmale Wege einfach in die Landschaft hinein und wieder hinaus zurück zu unserem Mietwagen. Nachdem das erledigt war, entschieden wir uns in das nordwestlich gelegene Porto Moniz zu fahren.

In diesem Ort gibt es ein Natur Freibad, welches sich direkt am Atlantik befindet und selbiges Salzwasser in Symbiose als Grundlage für Erholung und Badespaß nutzt.

Hätten wir Badesachen dabei gehabt, ich schwör, wir wären bei 24 Grad Außen- und 19 Grad Wassertemperatur baden gegangen. Der Eintritt beträgt übrigens 1,50 Euro. So sind wir dann mit der Situation umgegangen, wie einst Arnold Schwarzenegger in Terminator:

Wir kommen wieder!

… und zwar genau hierher. Nachdem wir uns hier weiter umgesehen hatten, entschlossen wir uns in einem Restaurant direkt am Atlantik den Tag gemütlich bei einem guten Essen ausklingen zu lassen. Es gab Fisch und Lasagne, also jeweils, sowie Wasser und alkoholfreies Bier und das wunderschöne Gefühl, sich an dem für den Augenblick genau richtigen Ort zu befinden. Mal schauen, was der dritte Tag auf Madeira bringt.

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