Rotes Nachtfahrlicht in Lkw Fahrerkabinen

Lesezeit 2 Minuten

08.12.2017

Um mit diesem Artikel thematisch dahin zu kommen, wo ich eigentlich hin will, muss ich vorher etwas weiter ausholen und die Umleitung über das Smartphone nehmen.

Das Smartphone

Das Smartphone ist mittlerweile so etwas wie der persönliche Adjutant des Menschen geworden. Mit den darauf installierten Applikationen unterstützt es uns wo es nur geht. Es weist uns Lkw Fahrern zum Beispiel den Weg, spielt uns schöne Musik vor oder informiert uns zu jeder Zeit (wenn man denn will) über den aktuellen Lebensstatus unserer geliebten Mitmenschen und Kollegen. Gleichwohl es mobil und sehr handlich ist.

Fast überall kann das Smartphone mit hingenommen werden. Zum Beispiel in den Park oder auf die Toilette. Hier kann sich der Mensch unter anderem schnell die neuesten Updates für die beste Sitzposition auf der WC Keramik herunter laden. Und falls sich seine Lokus-Pokus-App bereits auf dem aktuellstem Stand befindet, so überbrückt er die Zeit des Geschäftes eben mit dem Lesen sämtlicher Statusmeldungen seines humanitären Einflussbereiches. Das Smartphone hat mittlerweile aber eine noch viel intimere Beziehung zum Menschen aufbauen können. Viele Menschen gehen mit ihrem Smartphone nicht nur gemeinsam zum stillen Örtchen, sondern auch direkt ins Schlafzimmer, genauer gesagt, direkt mit ihm ins Bett.

Klamotten ausgezogen – Schlafanzug angezogen – Licht ausgeschaltet – Smartphone eingeschaltet

Das grellend weiß-blaue Licht des Smartphonedisplays wird dann liebevoll auf 15% Leuchtstärke herunter gedimmt (um sich die Augen nicht zu verderben) und dazu der Blaulicht(heraus)filter aktiviert. Denn wie jeder Mensch weiß, verhindert blaues Licht die Bildung des Schlafhormones Melatonin. Ohne Melatonin kein Einschlafen.

Das eigentliche Thema

Um endlich die Kurve zum eigentlichen Thema hin zu bekommen, nehme ich jetzt die Einfahrt hin zum roten Nachtfahrlicht einer Lkw Fahrerkabine. Dieses rote Nachtfahrlicht lässt meine und viele andere Lkw Kabinen auch, nachts in einem schummrig-schönen-puffig-roten Licht erscheinen. Ähnlich dem Licht, welches man in den auf den seitlich abgehenden Waldwegen abgestellter Campingwohnmobilen der Lüneburger Heide sehen kann. Der Sinn dieses roten Lichtes ist nämlich, eine entspannte Wohlfühl(schlaf)atmosphäre zu erzeugen. Und wenn ich vor diesem Hintergrund jetzt so ganz spontan über das rote Nachtfahrlicht einer Lkw Fahrerkabine nachdenke, dann komme ich zu folgender Frage:

Wenn Licht mit Blaulicht(heraus)filter (z.B. rotes Licht) beim Menschen abends bzw. nachts die Wohlfühl-/Einschlaffähigkeit fördert und Licht ohne Blaulicht(heraus)filter die Bildung des Schlafhormones Melatonin verhindert, warum ist das Nachtfahrlicht in einigen Lkw Fahrerkabinen, wie der meinen DAF Lkw Kabine, dann rot?

Und daraus restultierend gleich noch diese Frage hinterher:

Weil die betroffenen Nutzfahrzeughersteller wollen, dass sich der Lkw Fahrer während der Arbeit auch abends bzw. nachts in seiner Lkw Fahrerkabine wohlfühlt, auch auf die Gefahr hin, dass sich bei der ganzen Rotlichtwohlfühlerei das Schlafhormon Melatonin bildet, der Lkw Fahrer dabei müde wird und im schlimmsten Fall sogar während der Fahrt einschläft?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es soll allerdings auch Nutzfahrzeughersteller geben, welche ein mit diversen Farben einstellbares Nachtfahrlichtkonzept in ihren Lkw Fahrerkabinen verbaut haben und das finde ich für die Sicherheit im Straßenverkehr gar nicht mal so schlecht.

3 Gedanken zu “Rotes Nachtfahrlicht in Lkw Fahrerkabinen

  1. In „meinem“ Actros MP3 ist das Nachtfahrlicht blau. Und damit so eklig, daß es fast nie an ist — was ich immer noch für die beste Lösung halte.

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