Gemeinsame Transportwege

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29.04.2017

Transport

Worüber es sich meiner Meinung nach mal lohnt drüber nachzudenken, ist die Art der Heranschaffung der physischen Dinge welche wir Menschen täglich so brauchen oder meinen haben zu wollen. Zum Beispiel Nahrungsmittel, also Dinge des täglichen Bedarfs, inbegriffen Genussmittel wie Süßigkeiten, oder Drogen wie zum Beispiel Alkohol oder Zigaretten. Hinzu kommen Treibstoff, Baumaterialien oder Kleidung, ebenso Elektroartikel oder Autos. Diese Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Fakt ist, all diese Dinge bzw. Güter müssen vorhanden sein um erstens eine Wirtschaft am Laufen zu halten und zweitens, die Bevölkerungsteilnehmer einer Zuvilgesellschafft gesund, satt, zufrieden und glücklich zu machen. Dabei stellen sich leider sehr wenige Menschen die Frage, wie diese Dinge heran geschafft werden.

Es ist vergleichbar mit Strom aus der Steckdose. Der Strom ist halt einfach da, aber wie er in die Steckdose gekommen ist, das ist für den Großteil der Verbraucher absolut uninteressant.

Atomkraftwerke, Wasserkraftwerke, erneuerbare Energien, Solarenergie?…ja schon mal gehört, aber wie die das da jetzt genau machen mit dem Strom und wie der von da zu mir nach Hause in die Steckdose kommt? Keine Ahnung und ist mir eigentlich auch egal, so lange er da ist wo ich ihn brauche.

Ok, das ist im Denkverhalten relativ einfach gehalten, für den desinteressierten Verbraucher aber auch nicht weiter hinderlich, es sei, es geht hier nicht um den Transport von Strom, sondern um den Transport der Dinge welche einen physischen Hintergrundcharakter haben und nicht per über- oder unterirdische Kabelleitungen, sondern die Straßen und Autobahnen unseres schönen Landes transportiert werden müssen.

Problem

Und das ist das Problem. Ebenso der Verbraucher selbst als auch der Lkw Fahrer, also der Transporteur der Waren, sind somit gezwungen die selben Transportwege zu benutzen. Und da es momentan leider noch keine wirkliche Alternative zu diesem Umstand gibt, haben wir nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Entweder wir spielen das Spiel ‚Jeder gegen Jeden‘ auf unseren Straßen und Autobahnen täglich weiter und nehmen somit leichtfertig den eigenen und den Tod der anderen Verkehrsteilnehmer in kauf oder sehen endlich ein, dass wir einerseits mittlerweile sehr viele Menschen auf einem begrenztem Raum geworden sind und andererseits, diesen begrenzten Raum gemeinsam nur in Kooperation und gegenseitiger Rücksichtnahme nutzen.

Vergleich

Es wäre meiner Meinung nach interessant zu überlegen, wer (wenn man mal eine Prioritätenliste erstellen würde) es eigentlich am Nötigsten hat auf der Straße oder der Autobahn voran zu kommen.

Dazu möchte ich an dieser Stelle gern mal einen Vergleich nur zwischen Pkw und LKW anstellen.

Pkw:
– Fahrt zur Arbeit
– Fahrt nach Hause
– Fahrt zum Einkaufen
– Fahrt zum Arzt
– Fahrt in den Urlaub
– Fahrt zum Sport
– Fahrt zu den Verwandten
– Fahrt zum Geschäftstermin
– Fahrt zu Freunden
– Fahrt in die Werkstatt
– Fahrt zur Wellness
– Fahrt zum Date
– Fahrt zum Vergnügen
– Fahrt zum Gericht
– Fahrt zur Behörde
– Fahrt zum Ausflug
– Fahrt zum Flughafen
– Fahrt zur Veranstaltung
….

Lkw:
– Fahrt zur Beladung
– Fahrt zum Truckertreffen
– Fahrt zur Entladung
– Fahrt in die Werkstatt
– Fahrt zur Demo
– Fahrt zur Versorgung der Bevölkerung

Ups, der Lkw fährt ’nur‘ aus ca. 6 Gründen auf unseren Straßen und Autobahnen umher? Wobei, was ist mit Vergnügen? Vergnügen? Nein, wir die Lkw Fahrer fahren nicht aus Vergnügen oder Langeweile auf unseren Straßen und Autobahnen herum, sondern zum Zwecke der Versorgung nicht nur der Bevölkerung, auch eines ganzen Wirtschaftssystems.

Und wir stören? Wen denn bitte bei was? Was ist so wichtiger als die Versorgung eines ganzen Volkes und das am Laufen halten eines ganzen Wirtschaftssystems?

Aufklärung

Vor vielen Jahren gab es im Fernsehen eine Sendung welche sich siebter Sinn nannte. In dieser Sendung wurde auf Probleme im Straßenverkehr hingewiesen und dem Zuschauer gleichzeitig Lösungen angeboten. Diese Aufklärung fehlt heutzutage meiner Meinung nach. Stattdessen werden lieber Börsenkurse für Aktieninhaber präsentiert oder so bekloppte Fragen gestellt, ob man ohne Sprachkenntnisse gern mit VOX auswandern und sich zum Idioten machen möchte.

Erkenntnis

Es ist an der Zeit umzudenken. Nicht nur für Pkw Fahrer, für alle Verkehrsteilnehmer inklusive Lkw Fahrern. Denn auch hier gibt es diese Denkweise, zuerst ich und nach mir die Sintflut. Nein, wir sollten alle erkennen, dass der Raum den wir zum Transport von uns selbst, den buckligen Verwandten, Freunden, Haustieren oder eben auch Waren des täglichen Bedarfs, gemeinsam nutzen müssen und das sollten wir in gegenseitiger Annerkennung und gegenseitigem Respekt tun. Wir bekommen auf unseren Straßen und Autobahnen ansonsten Zustände welche wir schon längst geglaubt überwunden zu haben. KRIEG und wer will das schon? Also ich nicht.

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