Die Spur des Geldes

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19.01.2017

Wie ich es letztens an dieser Stelle hier bereits erwähnte, besteht die Welt, als auch die Transportwelt im Speziellen, aus Licht und Schatten. Der Erfinder von Ying und Yan hatte vollkommen Recht. Da wo es Gutes gibt, muss es zwangsläufig auch Schlechtes geben, wie sonst soll ein Ausgleich stattfinden? Der Camion Pro e.V. hat in einer 25 minütigen Dokumentation über Missstände, genauer gesagt über Banden mäßige Kriminalität bis hin zum organisierten Menschenhandel, versucht die schlechten Seiten des europäischen Transportgewerbes darzustellen.

Was ich persönlich besonders interessant an dieser Dokumentation finde ist die Tatsache, dass deutsche Speditionen teils unter diesen kriminellen Machenschaften sehr zu leiden haben, sie aber auf der anderen Seite die Möglichkeiten welche die deutsche bzw. europäische Politik und deren dazugehörigen Kontrollbehörden zum Missbrauch überhaupt erst anbieten, auch gnadenlos zur Profitgier ausnutzen.

Man muss in dem Zusammenhang jedoch zwingend zwischem kriminellem Missbrauch und der Ausnutzung von Gesetzeslücken unterscheiden. Der Softwareriese Apple zum Beispiel zahlt auf seine erzielten Gewinne in diesem Land zu gut wie keine Steuern. Warum? Weil er seinen Firmensitz nach Irland verlegt hat und da dort die Steuersätze so gering wie nirgends in Europa sind, macht Apple an der Steuer vorbei Gewinne in Milliardenhöhe. Und wenn dann noch ein Schnullerbacke Johannsen aus der deutschen Politprominenz öffentlich Millionen an Steuergeldrückzahlungen von Apple fordert, dann wird es ernsthaft Zeit, sich mal Gedanken über Intelligenzflüchtlingskurse in Einrichtungen für betreutes Denken zu machen. Aber zurück zum Thema.

Ich habe nichts dagegen wenn deutsche Transportfirmen oder Logistikunternehmen gleichwohl wie Apple oder ähnliche Globalplayer die ihnen gebotenen legalen Mittel ausnutzen um Gewinne zu erwirtschaften. Aber wenn es ins Kriminelle abdriftet und über die gepeinigten Rücken der Kraftfahrer Profite generiert werden, dann hört der Spaß auf.

Worüber man auch mal nachdenken kann, wer eigentlich alles schuld an diesem im Video gezeigten Dilemma ist. Die sich gnadenlos ausnutzen lassenden Kraftfahrer, die profitgierigen Unternehmen oder die verantwortlichen Behörden im Einklang mit der desaströsen Politik? Ich glaube alle irgendwie.

Zum Abschluss dieses Artikels möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass das in dieser Dokumentation Gezeigte für mich als Mensch und Berufskraftfahrer einer von vielen Gründen ist, warum ich das Konstrukt ‚Europäische Union‘ als völlig pervertiert betrachte.

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