Hoffnung auf Entspannung

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27.12.2016

Das muss man sich mal in Ruhe auf der Zunge erklären lassen. Sobald sich die meisten meiner Kollegen im Weihnachts,- Jahreswechselurlaub befinden, ist das Fahren mit dem Lkw auf der Autobahn A2 entspannend wie ein 45 minütiger Aufenthalt in einer kroatischen Meersalzgrotte.

Es ist kaum Lkw Verkehr und die wenigen Kollegen welche so wie ich auch zwischen Weihnachten und Neujahr arbeiten dürfen, halten Abstand, geben Lichthupe zum Einscheren nach dem Überholen und (man höre und staune) bedanken sich sogar (wie in alten Zeiten) mit einem nostalgischen Rechts-Links Blinken nachdem man ihnen selbst das Lichthupensignal zum gefahrlosen Einscheren nach dem Überholen gegeben hat.

Da stellt sich doch die Frage warum das nicht jeden Tag so geht?

Ist an dem ganzen zur Besinnung kommen -lichkeitstaumel zu Weihnachten doch etwas dran oder fahren zwischen Weihnachten und Neujahr nur die entspannten, verantwortungsbewussten Fahrer?

Weder noch würde ich mal behaupten. Es muss wohl eher an der Menge liegen. Also an der Menge bzw. Anzahl der Lkw’s die sonst so auf der Autobahn A2 oder halt auch generell auf den Autobahnen unterwegs sind. Umso weniger gefühlten Platz der Lkw Fahrer um sein Fahrzeug herum hat, umso gestresster sein Fahrverhalten. Das würde ich jetzt nicht auf jeden Lkw Fahrer adaptieren wollen, aber im Großen und Ganzen muss da wohl schon was dran sein.

Nur wie soll das in Zukunft mit uns Lkw Fahrern in dem Zusammenhang so weitergehen? Geht ab Neujahr der gefühlte Stress dann wieder von vorne los, wenn sich wieder alle Lkw’s auf der Autobahn befinden?

Selbstverständlich, nur besteht ja auch noch die Hoffnung, dass wir mit unseren Lkw’s eines Tages autonom unterwegs sein werden. Dann wird es sich wohl täglich und vor allem unabhängig von Zeiten zwischen den Feiertagen, so anfühlen wie ich es aktuell gerade erlebe. Wenn das nicht Hoffnung auf Entspanntheit am Steuer macht, dann weiß ich es auch nicht.

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