Knete im Straßenverkehr

Lesezeit 2 Minuten

20.06.2016

Wer sich laut einer Studie kreativ betätigt, tut etwas gegen sein Stresslevel. 45 Minuten künstlerischer Betätigung, wie zum Beispiel malen, modellieren oder Kollagen erstellen, können den Wert der Stresshormone im Blut deutlich senken. Ob jemand dabei begabt ist, über Vorerfahrungen verfügt oder nicht, ist für den Stress senkenden Effekt egal – das kreative Tun wirkt trotzdem.

Auf Erfahrung und Begabung kommt es dabei nicht an.

Schon nach 45 Minuten der künstlerischen Betätigung sank der Cortisol-Wert bei 75 Prozent der Probanden deutlich ab – und das unabhängig davon, wie erfahren oder begabt die Teilnehmer in künstlerischer Hinsicht waren.

Man stelle sich das einmal in meiner Berufsbranche vor. Der Verkehr nimmt immer mehr zu und somit das Stresslevel des Kraftfahrers. Nimmt das Stresslevel zu steigt durch gestresste Handlungen auch die Unfallgefahr. Berücksichtigt man nun diese Studie, müssten Touren wegen durch gestresster Handlungen hervorgerufener Unfälle in Zukunft dementsprechend anders geplant werden. Es sollte unbedingt mehr Zeit eingerechnet werden. Mindestens 45 Minuten in denen der Kraftfahrer Zeit hat seiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Dabei stellt sich die Frage wie das Ganze umgesetzt werden kann.

Wie ja allgemein bekannt ist arbeitet der Kraftfahrer grundsätzlich gegen die Zeit und wenn man ihm dann noch 45 Minuten zur kreativen Stressabbaugestaltung zusätzlich zur Verfügung stellen will, wäre das in einer Zeit wo Zeit gleichzeitig Geld ist, das Dümmste was man aus wirtschaftsfinanzieller Sicht überhaupt tun kann. Ich glaube von daher, dass es völlig ausreichend ist jedem Kraftfahrer ein Stück Knete mit auf den Weg zu geben. Knete ist 1. relativ günstig in der Anschaffung, Knete ist 2. von der charakterlichen Eignung und Begabung des Kraftfahrers völlig unabhängig und 3. muss der Kraftfahrer zur kreativen Bearbeitung selbiger nicht zwingend dafür anhalten.

Und wenn durch das einhändige Bearbeiten von Knete während der Fahrt die Zahl der gestressten Handlungen im Straßenverkehr gesenkt werden kann, um so besser für alle Beteiligten.

8 Gedanken zu “Knete im Straßenverkehr

  1. Na ich glaube mal nicht, dass das so funktioniert mit der Knete. Der Stressabbau klappt doch bestimmt nur, wenn man sich die 45min ungeteilt der kreativen Beschäftigung widmet ;)
    Aber die Fuhrunternehme(n|r) sollten sich fragen, ob die 45min der kreativen Beschäftgung der Kraftfahrer wirklich einen Verlust darstellen. Denn wieviel 45min-Kreativ-Pausen kann ein Unternehmer bezahlen, wenn er die Kosten eines stressbedingten Unfalls dagegen rechnet?

    1. Da gibt es ja im Bürobereich Firmen (meist aus der IT- und/oder Kreativ-Branche) die richtige Freizeitoasen für ihre Mitarbeiter einrichten. Dort besagen Studien wiederum dass die Produktivität steigt wenn die MA selbst über Zeitpunkt und Umfang der Nutzung eben dieser bestimmen können.
      Allerdings hängt die Produktivität bei uns ja wiederum hauptsächlich von anderen Verkehrsteilnehmern ab.

      1. Ich war in der Kreativitätbranche tätig, da gab es diese Freizeitoasen leider nicht. Dass diese Studien Recht haben, denke ich trotzdem.

  2. Deswegen liegt auf meinem Armaturenbrett immer eine Ukulele (auch wenn gewisse Blickableiter die schon für zwei Rollen Zurrgurte gehalten haben und meinten, daran meinen Lastwagen erkannt zu haben :-P). Das müssen auch gar nicht 45 min am Stück sein, 1-2 Liedlein reichen schon, um deutlich bessere Laune zu bekommen.

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