Abstandslimit

Lesezeit 2 Minuten

17.05.2016

Die Autobahn A2 zwischen Braunschweig und Lehrte wurde in letzter Zeit von einer Serie an schweren Unfällen heimgesucht. Vorwiegend durch LKW. Dabei stellt sich die Frage warum es gerade auf diesem Teilstück der Autobahn so häufig kracht.

Angeblich und auch irgendwie nachvollziehbar, soll es unter anderem daran liegen, dass viele osteuropäische LKW Fahrer auf ihren langen Touren quer durch Europa gerade in diesem Streckenabschnitt ihren müden Punkt haben sollen. Das mag zum Einen durchaus richtig sein, aber ein nicht zu verachtender Grund für diese Unfälle sind auch ein viel zu geringer Sicherheitsabstand zwischen den Fahrzeugen.

Bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von ca. 85 km/h müssen es mindestens 50 Meter sein. Meistens ist es aber so, dass Kollegen, wenn man sie überhaupt noch als solche bezeichnen kann, weniger als 10 Meter dicht hinter einem hinterher fahren. Ich hatte mir deswegen mal überlegt ein Schild mit der Aufschrift „Wenn du das Kleingedruckte lesen kannst, dann bist zu dicht aufgefahren!“ am Heck meines LKW´s zu montieren. Das Problem dabei ist nur, dass ein deutsches Schild an einem Auflieger auf der A2 genauso sinnvoll ist, wie der Versuch das Filigranbasteln mit Sichtbeton erlernen zu wollen.

Und aktuell ist es nun so, dass wir ein Tempolimit für LKW von 60 km/h und für PKW von 80 km/h in diesem Autobahnbereich haben.

Ja aber was ist jetzt mit dem Sicherheitsabstand? Besteht die Lösung zur Unfallvermeidung denn in diesem Fall nur darin das Tempo zu drosseln und alles wird gut?

Die Zeit wird es zeigen und sollte es wider erwarten unter den gegebenen Umständen dennoch wieder zu schweren LKW Unfällen kommen, dann kann der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) den Experten der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr immer noch anraten das Tempo noch weiter zu senken. Dann wäre das mit dem Sicherheitsabstand auch kein Problem mehr, denn um so langsamer ein Fahrzeug fährt, um so weniger Abstand muss es zu seinem Vordermann einhalten.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.