Leistungsdruck

Lesezeit 2 Minuten

13.05.2013

Der Druck ist groß, fast nicht mehr auszuhalten. Einerseits wartet der Kunde dringend auf das Material, welches sich auf meinem Lkw befindet und andererseits müsste ich mal ganz dringend für ein etwas größeres Geschäft, auf die Toilette. Somit erhöht sich mein Leistungsdruck heute um ein Vielfaches.

Und so hoffe ich, die 34 noch vor mir liegenden Kilometer bis zum Kunden bzw. dessen Kundentoilette, relativ schnell hinter mich bringen zu können. Aber wie so oft im Lkw-Fahrer-Leben, staut es sich mal wieder. Auf der Straße, sowie in meinen Eingeweiden.

Der Druck steigt und steigt. Boah, jetzt heißt es einfach nur noch, Durchhalten Junge.

Mental ist das mit der gegen mich laufenden Zeit schon irgendwie auszuhalten, aber physisch im Unterleib? Da werde ich doch schon ziemlich schmerzvoll an meine Leistungsgrenzen gebracht.

So, noch 11 Kilometer. Mit dem Druck, den ich jetzt verspüre, hätte man locker *Otto von Guerickes Vakuum Halbkugel Experiment aus Magdeburg von 1661* zum Scheitern bringen können.

Noch 2 Kilometer. Jetzt schnell die letzte grüne Ampelphase ausgenutzt, links abgebogen, rauf auf den Betriebshof und ab in’s Büro.

Ich:

„Guten Tag, ich möchte hier gern entladen, also ich erst mal mich und dann meinen Lkw. Wo bitte, kann ich hier mal ganz schnell auf die Toilette gehen?“

Antwort:

„Einmal aus der Tür, links rum und dann sehen Sie es schon.“

Und was ich da gesehen habe. Es hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass ich als Mensch im Stande bin Druck auszuhalten, auch wenn er noch so unmenschlich erscheinen mag. Entladen habe ich bei diesem Kunden, aber nur meinen Lkw. Du willst wissen warum? Aber Vorsicht, es ist schlimm, wirklich schlimm:

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Ein Gedanke zu “Leistungsdruck

  1. Ich war auf alles gefasst, aber auf das nicht. Krass und das in Deutschland….sieht jedenfalls so aus, oder?

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