Hilfsbereitschaft

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08.01.2013

Ankunft bei einem großen Logistikcenter. Ich beobachte, wie eine LKW-Fahrerin versucht, mit Ihrem LKW-Hängerzug rückwärts an die Rampe zu fahren. Dabei hat sie große Schwierigkeiten, überhaupt erst einmal in die richtige Richtung zu kommen. Großmäulig charmant bietet ihr ein Kollege Hilfe an.

Er:

“Na Baby, soll ich Dir mal zeigen, wie das geht?”

Völlig entnervt aber auch etwas erleichtert steigt sie aus und er ein. Nun lenkt er, ganz cool mit ‘ner Kippe im Gesicht, die er sich zuvor noch schnell angesteckt hat und mit Ellenbogen aus dem Fenster, den LKW rückwärts an die Rampe.

Er:

“So Baby, haste gesehen, wie das geht? Wenn du noch ein bisschen übst, biste eines Tages vielleicht auch so gut wie ich. So Rest kriegste aber hin, oder?”

Just in diesem Augenblick vernehme ich einen leichten Geruch von Überheblichkeit und Eigenlob.

Jetzt Sie:

“Na super, Du stehst an der falschen Rampe, ich hätte an die 32 gemusst. Wieso hast Du vorher nicht mal die Hecktüren aufgemacht und wieso qualmst du eigentlich in meinem Fahrerhaus du blödes Arschloch?!?”

Ich steige aus und gehe zu ihr rüber:

“Hallo, ich bin Nichtraucher, dazu bescheiden und würde Dir gern helfen, wenn Du magst. Ich mache auch vorher Deine Hecktüren auf ;-) ”

Sie leicht verwirrt:

“Äh ja, klar, gerne.”

Der Kollege zu mir:

“Du blödes Arschloch!”

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